Dem Wohle des deutschen Volkes

Florian kam in einer kleinen Schreibübung Mitte 2017 zu mir. Er stand an einem verregneten Samstagabend auf dem Johannes-Rau-Platz vor dem Rathaus in Barmen und hörte sich die Rede eines Freundes an.
Er war schon damals der Protagonist der Geschichte. Allerdings hatte er keine Ambitionen, Bundestagsabgeordneter zu werden und er hatte auch nicht vor, eine politische Karriere zu machen. Viel mehr zweifelte er an den Worten seines Parteifreundes und glaubte an Unverwundbarkeit der Demokratie in Deutschland.

Florian lag nicht lange in der Schublade. Nach der Bundestagswahl 2017 war die Nation erschüttert, dass die AfD in den Bundestag eingezogen war. Niemand wollte mit ihnen koalieren, oder auch nur sprechen. Die Regierungsbildung gestaltete sich als schwierig. Ich holte Florian aus der Schublade und schrieb mein Entsetzen über das Wahlergebnis, meinen Unglauben über die Regierungsbildung und meine Angst vor einer Diktatur auf.
So entstand im November 2018 Dem Wohle des Deutschen Volkes.